Einflussfaktoren bei der Wahl einer Business School

Einflussfaktoren bei der Wahl einer Business School
Photo by Mimi Thian / Unsplash

Die Wahl einer Business School ist für Studieninteressierte eine wichtige Entscheidung, da sie mit erheblichen Investitionen an Zeit und Geld verbunden ist und die späteren Karrierechancen massgeblich beeinflusst. Gleichzeitig stehen Business Schools in der Schweiz in einem zunehmend intensiven Wettbewerb um qualifizierte Studierende. Um sich erfolgreich zu positionieren, ist es für Hochschulen entscheidend, zu verstehen, welche Merkmale aus Sicht potenzieller Studierender den grössten Einfluss auf die Wahlentscheidung haben.

Die Forschung zur Wahl einer Business School hat in den letzten Jahren deutlich an Umfang gewonnen. Sie zeigt, dass der Entscheidungsprozess von Studieninteressierten durch eine Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren geprägt ist. Dabei wird zunehmend betont, dass die Entscheidung nicht auf einzelnen Faktoren basiert, sondern auf der gleichzeitigen Bewertung mehrerer Merkmale. Dazu zählen reputationsbezogene Aspekte, strukturelle Eigenschaften des Studienangebots und berufliche Perspektiven.

Ziel der Arbeit

Im Zentrum dieser Bachelorarbeit steht die Forschungsfrage, welchen Einfluss Reputationssignale und Internationalisierungsmerkmale auf die Wahl einer Business School haben. Darüber hinaus wird analysiert, wie stark diese Merkmale im Vergleich zu weiteren entscheidungsrelevanten Faktoren wie Berufsaussichten und Studiengebühren gewichtet werden. Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung zentraler Einflussfaktoren zu quantifizieren und die daraus entstehenden Trade-offs im Entscheidungsprozess zu analysieren.

Methoden

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein quantitatives Discrete-Choice-Experiment (DCE) durchgeführt. Diese Methode bildet reale Entscheidungssituationen nach, indem Teilnehmende wiederholt zwischen fiktiven Business Schools mit unterschiedlichen Merkmalskombinationen wählen. Untersucht wurden die Attribute Ranking, Akkreditierung, Double-Degree-Programme, Anzahl Partnerhochschulen, Berufsaussichten und Studiengebühren. Die Datenerhebung erfolgte mittels einer standardisierten Online-Umfrage. Insgesamt wurden 169 vollständig ausgefüllte Fragebögen von Studierenden und Studieninteressierten in der Schweiz ausgewertet. Die Analyse erfolgte mithilfe eines Conditional-Logit-Modells sowie durch die Schätzung von Zahlungsbereitschaften (Willingness to Pay).

Ergebnisse

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein quantitatives Discrete-Choice-Experiment (DCE) durchgeführt. Diese Methode bildet reale Entscheidungssituationen nach, indem Teilnehmende wiederholt zwischen fiktiven Business Schools mit unterschiedlichen Merkmalskombinationen wählen. Untersucht wurden die Attribute Ranking, Akkreditierung, Double-Degree-Programme, Anzahl Partnerhochschulen, Berufsaussichten und Studiengebühren. Die Datenerhebung erfolgte mittels einer standardisierten Online-Umfrage. Insgesamt wurden 169 vollständig ausgefüllte Fragebögen von Studierenden und Studieninteressierten in der Schweiz ausgewertet. Die Analyse erfolgte mithilfe eines Conditional-Logit-Modells sowie durch die Schätzung von Zahlungsbereitschaften (Willingness to Pay).

Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Reputationssignale als auch Internationalisierungsmerkmale einen signifikant positiven Einfluss auf die Wahl einer Business School haben. Besonders stark wirken internationale Rankings. Eine Platzierung unter den Top 50 weltweit zählt zu den attraktivsten Merkmalen. Auch Akkreditierungen wie AACSB oder die Triple Accreditation erhöhen die Attraktivität, werden jedoch geringer gewichtet als Rankings. Im Bereich der Internationalisierung wirken sich Double-Degree-Programme mit renommierten Partneruniversitäten sowie eine grosse Auswahl an Partnerhochschulen ebenfalls positiv auf die Wahlwahrscheinlichkeit aus.

Den stärksten Einfluss auf die Wahlentscheidung haben jedoch die Berufsaussichten. Eine hohe Beschäftigungsquote der Absolventinnen und Absolventen stellt das wichtigste Entscheidungskriterium dar. Studiengebühren wirken sich erwartungsgemäss negativ auf die Wahlwahrscheinlichkeit aus. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Studieninteressierte bereit sind, höhere Gebühren zu akzeptieren, sofern ein klarer Mehrwert in Form besserer Karrierechancen, einer hohen Reputation oder attraktiver internationaler Angebote erkennbar ist.

Für Business Schools ergibt sich daraus klare Handlungsempfehlungen. Im Zentrum der Positionierung sollten nachweisbare Berufsaussichten stehen. Ergänzend sollten Rankings, Akkreditierungen und hochwertige internationale Partnerschaften gezielt kommuniziert und weiter ausgebaut werden. Business Schools, die überzeugende Karriereperspektiven mit einer starken Reputation und attraktiven Internationalisierungsangeboten kombinieren, verfügen über die besten Voraussetzungen, sich im Wettbewerb um Studierende erfolgreich zu differenzieren.